Elle est encore vivante!

Monday, December 20, 2010
Ile De Brehat, Brittany, France
Nach einer langen Schaffenspause (natürlich nur hinsichtlich des Blogs) erscheine ich nun wieder auf dem Bildschirm. Ein Blitzeinschlag auf der Insel hat uns für 10 Tage von Internet und Telefon getrennt, auch mal ganz angenehm, ohne zu leben. Weniger angenehm war, dass dies passierte, als Francois und Marion noch im Urlaub waren und wir ihnen beichten mussten, dass die Heizung im Haus nicht mehr geht, wir total abgeschnitten sind und außerdem ein Zelt unter der Last des Schnees zusammen gebrochen war, auch wenn es nicht unser Fehler war. Der Schnee war auf einen Mittwoch gefallen, der Tag der Lieferung unserer Körbe. Der Traktor sprang natürlich auch nicht an, da er die ganze Nacht bei Kälte und Feuchtigkeit draußen stand (weil das Zelt nicht mehr stand), harte Zeiten für einen 40 Jahre alten Traktor. Wir sind also todesmüde mit dem Fahrrad und dem Anhänger losgestapft, fahren ging natürlich nicht, da auch die Bremsen streikten und es zu glatt war. Gott sei Dank ist alles gut gegangen und wir kam heil und komplett durchnässt wieder auf der Farm an. Zur Belohnung nahmen wir uns den Nachmittag frei und machten einen Spaziergang (übrigens wir, das waren Tibur, Tim und ich, die Dauerbesetzung des Winters) über die verschneite Nordinsel.
Bald darauf kamen Francois und Marion also wieder, erholt und erfreut über alles, was wir in ihrer Abwesenheit geschafft haben .
Zusammen haben wir Algen, die der Sturm angespült hatte, "geerntet" und in´m Gewächshaus verteilt. Dort werden im nächsten Jahr die Tomaten angebaut und die Algen sind ein guter Dünger.
Eben diese Tomaten haben wir repikiert: 869 Pflanzen, verteilt auf 23 Arten...wie Marion sagte, haben wir "Baumschule gespielt". Außerdem gibt es viele kleine Zwiebeln und Lauch auf dem table de semis und wir erwarten das Keimen der Kartoffeln.
Für die langen Winterabende haben wir jetzt das Karten spielen entdeckt und versuchen, uns selber neue beizubringen. Unser Favorit ist im Moment Rummy, wir sind wahre Meister geworden!
Eine kleine Vorschau: Ich werde Weihnachten bei Evelyne in Quimper verbringen. Johannes, der dortige FÖJ-ler, fährt über Weihnachten nach Hause und sie kann die Arbeit alleine nicht meistern. Sie hat Kühe, Schweine, Hühner und Schafe, die jetzt gerade ihre Lämmer bekommen haben und die wir mit der Hand füttern werden:) Hoffentlich werde ich auch etwas von der kleinen Käseproduktion mitbekommen.
Der nächste Bericht wird also von dort kommen, bis dahin schöne Weihnachtszeit für alle und sogar schon einen guten Rutsch!
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2020-12-01